Die liebe Technik – Lernen im digitalen Zeitalter

Bin beeindruckt wie fluid wir uns hier durch die verschiedensten Tools bewegen. Slack / Teams / Trello / Zoom / Wonder / Gather / Mumble … was habe ich noch vergessen? Ah eine Liste wäre mal cool. Ja da gibt es schon etliche, vielleicht wäre es ein Mehrwert die Vergleiche herauszuarbeiten. Welches ist identisch mit…? Da hört man ein Begriff einen Namen und denkt “was ist das wieder…” um dann festzustellen: “ah das ist ja wie whatsapp nur grösser.” Aber ich schweife ab.

Ich bin auch immer wieder «geflasht» über die Gegenwehr, wenn ich mal was neues ausprobieren will: “NEIN, nicht noch was neues!! Muss das sein?!” Und sollte nicht DAS Neues die Problematik darstellen, dann kommt spätestens beim Einrichten die Hürde: Account wird nicht erkannt… Video geht nicht… Ton geht nicht… Passwort… uff wo, welches. Etc. etc.

Habe heute von Clemens gehört es soll eine App geben, welche all die Links ordnet die man so braucht: wonder hier und dort. mumble 1,2,3 – Danke für’s teilen, Clemens.

Auch wenn wir immer dran sind und uns herausfordern lassen. In «digital» dauert try and error oft länger als wenn man im selben Raum sitzt oder vor der falschen Eingangstür steht. Gut, wenn ich mich in der Strasse geirrt habe und quer durch München fahren muss… ja, dann regt man sich halt auf. Aber haben wir es schon erlebt, dass man gar nicht erst hingegangen ist, weil ja das Risiko bestehen könnte, dass man falsch landet?

Aber genauso reagieren viele in meinem Umfeld, wenn es um ein digitales Tool geht. Auf der einen Seite also das Bewusstsein am Ball zu bleiben, sich nicht zu verschliessen. Auf der anderen Seite das Wissen (zugleich die Hürde schon vor der Nase sichtbar): es braucht ZEIT, manchmal mehr als mir lieb ist. TROTZDEM tun! Heute gelernt (Teamresilienz): ungerade Termine vereinbaren um Räume für diese Verirrung zu schaffen – Danke Roman.

Und nun die Kernfrage (Achtung es folgt eine Überzeichnung): wenn wir alle digital-fit sind und Lernen wieder möglich ist, weil wir, die PRO’s, die Technik im Griff haben. Aber was ist mit unseren Teilnehmenden/Schüler/Mitgestalter? Werden wir nun alle zu persönlichen IT-Supportern auf Stufe first-level?!?

Ich erlebe auf der einen Seite eine starke Unlust meiner Kolleginnen und Kollegen, sich mit den digitalen Tools zu beschäftigen “bald ist alles wieder normal und dann machen wir Präsenzkurse mit Flipchart und Pinwand.” Auf der anderen Seite ein ebenso grosses Unvermögen auf der Anwender/Teilnehmenden Seite sich halt selber um eine Lösung zu bemühen. Gepaart mit der Gefahr, dass wir unsere Kundschaft überfordern und wir vor jeder Session 1h damit verbringen Verbindungsprobleme zu lösen. Dann gibt es auch die unter uns, welche bei jeder Gelegenheit ein noch viel besseres Tool «vermarkten» wollen.

Meine Frau arbeitet bei einem Technikdienstleister. Ihre Consultants haben sich angewöhnt vor einer Schulung mit jedem Teilnehmenden persönliche Abstimmung zu machen, damit der Digitale-Event überhaupt durchführbar ist. Das würden wir in Präsenz doch niemals machen.

Wo führt das hin?
Was heisst das für uns Trainerpersönlichkeiten? 

Meine These:
Am Ball bleiben, NICHT übertreiben und Vorallem RUHE bewahren. Aber auch Grenzen setzen um die eigene Resilienz nicht zu verlieren. 

Wie sieht das die Community?
Grüsse und ein herzliches Dankeschön für die gigantische Organisation. Yves

Yves Nater

Yves Nater

Fachbereichtsleiter E-Learning/Blended Learning

3 thoughts on “Die liebe Technik – Lernen im digitalen Zeitalter

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