Neue Verhaltensmuster für mehr Lebensglück – lernen in Peer2Peer-Gruppen

Der Schritt vom Vorsatz zur Gewohnheit machst ist steinig, besonders, wenn man ihn alleine geht. Wie alle wissen, die Vorsätze für das neue Jahr im März aufgegeben haben, reicht aber Zeit allein für die Umsetzung nicht aus. Kleine Gruppen, die Lernende mittelfristig auf dem Weg begleiten, können viel zum Umsetzungserfolg beitragen. Beispielsweise  ist eine Laufgruppe hilfreich, wenn du eine bessere Kondition willst. Im professionellen Bereich gibt es etwas Vergleichbares: Community of Practice und Masterminds sind Teams in denen die Mitglieder ihre unterschiedlichen Ziele, Schwierigkeiten und Lösungsvorschläge miteinander besprechen.

Ich versuche gerade einen Leitfaden-gestützten Lernpfad für Gruppen im Kontext “Positive Psychologie” zu entwickeln. Die Frage ist: wie sollte ein Lernpfad analog WOL oder Lernos zu selbstgesteuerten psychologischen Zielen (Gewohnheitsbildung, Verhaltens- oder Einstellerungsänderung) für Kleingruppen aussehen? Welches Wissen zu solchen Vorhaben ist schon da? Mein aktueller Stand ist ein Baustein zur Zielbildung und ein Baustein zur Begleitung der Transferphase

Ich würde sehr gerne eine Beta-Runde zum Ausprobieren starten. Und ich freue mich über Feedback!

Ruth Habermehl

Ruth Habermehl

Ich bin Psychologin und Gründerin mit dem Schwerpunkt Positive Psychologie und Lerntransfer. Der Prototyp, an dem ich arbeite, ist leitfadengestütztes Peer2Peer-Lernen, um Menschen auf dem Weg zur Verwirklichung ihrer Vorsätze zu unterstützen.

6 thoughts on “Neue Verhaltensmuster für mehr Lebensglück – lernen in Peer2Peer-Gruppen

    1. Liebe Astrid,
      ich habe dazu noch keinen Termin vor Augen, denn es gibt ja noch keine Leute dafür, die dabeiwären. Ich werde zunächst einen Reflexions-Leitfaden entwerfen, der nach vier Wochen für die Prozessreflexion genutzt werden sollte: wie ist die Zusammenarbeit in der Gruppe, wie sehe ich das Ziel von vor einem Monat? Was wäre gut im nächsten Monat mehr zu berücksichtigen?
      Es wäre schön, wenn es im Juni losgehen könnte. Ich würde das dann bei Lernos und auf LinkedIn veröffentlichen. Hättest du noch eine andere Idee, wo ich potentielle Interessenten ansprechen könnte?
      Herzliche Grüße
      Ruth

    1. Hallo Herwig,
      was würde dich denn noch interessieren?
      Die Idee kommt aus der Beobachtung, dass Lerntransfer im Bereich menschlicher Einstellungs- und Verhaltensänderung ein vernachlässigter Bereich ist. Es gibt Coaching und Mentoring und für Menschen, denen es sehr schlecht geht, Psychotherapie. Alle die entweder nicht genug Geld oder keine Gönner haben, müssen alleine sehen, wie sie klar kommen.
      Aus dem Bereich Suchttherapie weiß man, dass wöchentliche Treffen mit einem Buddy sehr gute Wirkungen hat. Working out Loud und die Leifäden von Otto Scharmer zeigen, dass leitfadengestütztes Verhaltenslernen in Kleingruppen hilfreich sein kann.
      Ich glaube, dass das Know-How der Positiven Psychologie durch leitfadengestützte Kleingruppen besser in die Breite getragen kann als duch Selbsthilfebücher und Ausbildungen in Workshopform. Meine Vorstellung ist, dass es für die Kleingruppen Lernbegleiter geben sollte, die sie bei Bedarf ansprechen können. Damit wäre ein sehr viel geringerer Ressourcenaufwand erforderlich, um Verhaltenslernen auch für Menschen erfolgreich zu machen, die alleine nicht damit weiterkommen.
      Hast du noch eine konkrete Frage dazu? Ich beantworte sie gerne.
      Noch ein schönes Wochenende
      Ruth

      1. Liebe Ruth,

        jetzt bin ich mir nicht sicher, ob wir gleiche Bilder im Kopf haben.

        Ich habe verstanden, dass Du 1. gerne einen Leitfaden/Unterstützungsmöglichkeit für Personen zur Verhaltensänderung (in einem P2P-Konzept) erarbeiten möchtest. Und dafür suchst Du 2. Personen, die gerne einen solchen Weg als Pilotgruppe gehen möchten.

        Sehr spannend würde ich es finden, dass Du Deine bisherigen Überlegungen zu 1. hier in einem geeigneten Format kurz darstellst und vielleicht aus der Community noch weitere Impulse dazu erhältst. LernOS bietet sich ja fast an dazu, aber es könnte ja auch anders gehen. Aber auch die Idee der Motto-Ziele von Maja Storch hätten da vielleicht Platz?

        Ich bin mir sicher, dass wir dann relativ rasch eine oder mehrere Pilotgruppe(n), also 2., finden, um Erfahrungen und Rückmeldungen zu sammeln.

        Was meinst Du?

        Lg
        Herwig

        P.S. Um Deine Frage konkret zu beantworten: Mich würde interessieren, wie Deine Ideen dazu aktuell aussehen. Unterstützung zu Verhaltens- und Gewohnheitsänderung können wir in vielen Bereichen brauchen.

        1. Guten Morgen Herwig,
          doch, wir haben die gleichen Bilder im Kopf. Ich habe nur deine Frage nach mehr Info falsch aufgefasst. Meine aktuellen Prototypen für die Leitfäden sind oben verlinkt (Verlinktes ist ein bisschen dunkler als der übrige Text). Wäre der Punkt 1 dadurch geklärt? Oder geht es dir um eine kurze Zusammenfassung des Leitfadens?
          Und ja, die Motto-Ziele von Maja Storch könnten sicher noch expliziter eingeführt werden.

          Meine Idee ist eine Lernreise, in der es zunächst einen Leitfaden für die Zielbestimmung gibt. Wenn die Lernenden ihr Ziel beschrieben haben, starten sie in die Transferphase für die es den zweiten Leitfaden gibt. Und einmal im Monat gibt es eine Prozessreflexion in der Gruppe.
          Man könnte die Lernreise auf 12 Wochen erstmal festlegen und dann schauen, ob und wie es weitergeht.

          Eine Session möchte ich gerade nicht anbieten, weil ich allergisches Asthma habe (Birkenpollen), das mich gerade beutelt. Ich huste beim Reden rum und bin dann sehr erschöpft. Für die Anbieterrolle bin ich gerade nicht geeignet.
          Das ist im Mai wieder rum. Aber jetzt für nächste Woche ist das noch ein bisschen blöd.

          Hättest du denn Interesse, bei einer Pilotgruppe dabeizusein?

          Herzliche Grüße
          Ruth

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